Depression

Heute ist nicht mein Tag.
Diesen Gedanken hatte vermutlich jeder schon einmal.
Denn ab und an fühlt sich einfach jeder mal niedergedrückt oder antriebslos. Die Laune ist im Keller und Freude klingt wie ein Fremdwort.
Man will sich unerreichbar zurückziehen und am liebsten in das eigene private Schneckenhaus verkriechen. Im Kopf kreisen permanent negative Gedanken. Und der Körper fühlt sich leer an, hohl und wie von innen ausgeschält.
Es kann auch sein, dass man rein gar nichts mehr fühlt. Man existiert nur noch, gleich einer leeren Hülle.

Für Menschen mit Depressionen ist dieser Gemütszustand kein vorrübergehender. Er wird permanent erlebt, ist ständig präsent und das über Tage, Wochen, Monate bis hin zu Jahren.

Die Depression hält die Betroffenen gefangen. Alles, was früher einmal Freude machte, wird plötzlich zur Last, kann sogar Ängste schüren.
Die ständige Beschäftigung mit sich selbst und den eigenen quälenden Gedanken, tagsüber und insbesondere nachts, rauben Betroffenen den Schlaf und die letzten Kräfte.
Tiefe Erschöpfung breitet sich aus. Sie ist gleichsam der Beginn einer Abwärtsspirale der Kraftlosigkeit bis hin zu einem Punkt, an dem auch der letzte Funken Lebensenergie zu schwinden scheint.

Gedanken der Hoffnungslosigkeit gepaart mit Gedanken wie „Das wird nie wieder besser“, oder “ Ich kann nicht mehr“, nehmen zu. Ein Gefühl des alleingelassen werden stellt sich ein („Sieht denn keiner wie es mir geht“).

Nichts scheint mehr Sinn zu machen, nicht einmal das Essen schmeckt einem noch. Manch Betroffener ist schicksalsgläubig und fest davon überzeugt, er selbst hätte Schuld an allen negativen Ereignissen, die ihm und seinen Angehörigen im Laufe eines Lebens zugestoßen sind.

Depressionen haben viele Gesichter und Ausdrucksformen und werden leider nicht immer sofort erkannt. Familienangehörige und Freunde sind meist überfordert und missinterpretieren die Symptome. Sie denken, es würde sich um das wie bereits zu Beginn erwähnte Ich-habe-einen-schlechten- Tag-Syndrom handeln.
Eine Depression hat mit schlechter Laune jedoch überhaupt nichts gemein. An Selbstdisziplin appellierende oder auch wohlwollend intendierte Aufmunterungen wie z.B. „Stell dich doch nicht so an“, „Lenk Dich doch mal mit etwas Schönem ab“ oder „Mach Dir einmal positive Gedanken“, wirken kontraproduktiv und überhaupt nicht unterstützend. Der Betroffene fühlt sich dann erst recht missverstanden und hilflos.

Grundsätzlich gibt es verschieden starke und individuell divergierende Ausprägungen depressiver Episoden. Dabei ist ihr Vorhandensein noch häufiger als viele Menschen vermuten. Allein in Deutschland leiden ca. 15 – 20 Prozent aller Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Depression.

Generell gilt, je früher eine depressive Episode erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Aussichten auf Heilung.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich oder einen nahestehenden Menschen in den vorangegangenen Zeilen wiedererkennen, zögern Sie nicht. Melden Sie sich zu einem kostenfreien Vorgespräch bei mir an. Für weitere Informationen, klicken Sie einfach auf den orangefarbenen Button.

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